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Zusammen mit dem Naturpark-Ranger den Lebensraum Wald entdecken

Avatar of Alexandra KellnerAlexandra Kellner - 16. November 2020 - Naturpark Artikel

An zwei Vormittagen ging es für jeweils eine 3. Klasse der Grundschule Scheinfeld zusammen mit Naturpark Ranger Alexandra Kellner in den nahegelegenen Stadtwald.

Los ging es auf dem Schulhof mit einer kurzen Begrüßungsrunde und ein paar Verhaltensregeln für das richtige Verhalten im Wald unter Berücksichtigung der Pandemie. Danach brachen die Schülerinnen und Schüler im Gänsemarsch auf, dem Ranger folgend in Richtung Mördersberg. Nachdem die Drittklässler den steilen Anstieg gemeistert hatten, bewunderten sie erst einmal die Aussicht - auch auf ihre Schule. Mit Tatendrang und Forschergeist ging es am Waldrand entlang weiter bis zu einer alten abgestorbenen Eiche. Dort erklärte Frau Kellner anschaulich, was Totholz ist und dass ein Biotopbaum einen wichtigen Lebensraum für sehr viele unterschiedliche Tierarten bietet. Die kleinen Forscher erkundeten anschließend das Terrain und versuchten herauszufinden, wie alt die Bäume dort zirka sind, indem sie die Jahresringe an abgesägten Baumstümpfen zählten. Nach einer kurzen Pause und einer Stärkung erfuhren die Kinder bei einem Spiel, wie Fledermäuse leben, sich orientieren und ihre Beute, kleine Insekten fangen. Anschließend ging es in den Wald hinein, wo Frau Kellner für jedes Kind ein Foto eines Waldbewohners versteckt hatte. Die Kinder fanden die Fotos im Laub, nannten den Namen des Tieres und ordneten es anschließend den Stockwerken des Waldes zu. Das nächste Ziel war ein gigantischer Dachsbau. Auf dem Weg dorthin gab es aber noch viel zu entdecken, wie zum Beispiel einen Farn. Frau Kellner erklärte, dass es Farne schon sehr, sehr lange auf unserer Erde gibt; sie wuchsen schon, als es noch Dinosaurier gab. Am Dachsbau angelangt, waren die jungen Forscher völlig fasziniert von den Ausmaßen dieses Dachsbaues. Sie inspizierten möglichst leise die vielen Ein- und Ausgänge, die Lüftungsschächte und die Dachstoiletten, um die Dachse bei ihrem Tagschlaf nicht zu stören.

Nach einer kleinen Stärkung setzen die Drittklässler ihr Waldabenteuer fort. Nachdem sie an einer Wildfütterungsstelle mit Wildkamera und Hochsitz vorbei gekommen waren, standen die Abenteurer vor einer tiefen Schlucht, die sie gemeinsam bezwingen mussten. Mit viel Spaß und gegenseitiger Hilfe meisterten sie auch diese Herausforderung.

Viel zu schnell ging dieser erfahrungsreiche Ausflug ins Ökosystem Wald mit zahlreichen wertvollen, unvergesslichen Eindrücken und mit viel Bewegung an der frischen Luft für die jungen Waldforscher zu Ende.

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