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Im Naturpark Steigerwald "unkts" gewaltig...

Avatar of Alexandra KellnerAlexandra Kellner - 28. September 2021 - Naturpark Artikel

Seit 2019 führen die beiden Naturparke Steigerwald e.V. und Frankenhöhe e.V. ein gemeinsames Artenschutzprojekt zur Erhaltung der Gelbbauchunke in ihren Naturparkgebieten durch. Hierzu werden in vorab festgelegten Gebieten Gewässerstrukturen und Vorkommen der Gelbbauchunke von Ehrenamtlichen erfasst.

Ziel des Projektes ist es, in enger Zusammenarbeit mit den Waldbesitzern und Förstern ein gutes Angebot an Fortpflanzungsgewässern und möglichen Vernetzungslinien für die Gelbbauchunken zu schaffen und so den Fortbestand dieser vom Aussterben bedrohten Amphibienart zu sichern.

Aufgrund der zunehmenden Trockenheit, den langen Hitzephasen im Sommer ohne einen Millimeter Niederschlag ist Wasserrückhalt im Wald auch für viele andere Tiere überlebenswichtig und verbessert zusätzlich das Kleinklima im Wald.

Mittels Grabenaufweitungen und durch Anlage von Gumpen können so im Zuge von Wegebau- oder Sanierungsarbeiten geeignete Laichgewässer für diese Art geschaffen werden, die niemandem im Wege sind und vielen Lebewesen als Wasserstelle dienen können.

Im Rahmen der diesjährigen Kartierung fanden die Ehrenamtlichen gleich an mehreren Orten im Naturpark Steigerwald Gelbbauchunken. Das derzeit größte bekannte Vorkommen im Landkreis NEA innerhalb der Grenzen des Naturpark Steigerwald befindet sich am Enzlaer Berg.

Natürlich war der Sommer 2021 mit seinen zahlreichen Niederschlägen perfekt für die Bedürfnisse der Unken, so dass sich hoffentlich viele Bestände erholen konnten.

Die Gelbbauchunke ist, um sich erfolgreich vermehren zu können, auf neu entstandene Kleinstgewässer, die frei von Fressfeinden sind und sich gut erwärmen, angewiesen, da in diesen meist kleinen Pfützen ihre Kaulquappen schnell und gut heranwachsen und sich nach ca. 4 Wochen zu kleinen Unkenhüpferlingen entwickeln können.

Gelbbauchunken sind in der Regel von April bis Oktober aktiv und können bei guten Verhältnissen auch mehrmals im Jahr ablaichen.

Neben dem frühzeitigen Austrocknen der Laichgewässer sind das Befahren und Verfüllen von Pfützen für die Unken die größten Gefahren.

 

Wenn Sie etwas für den Schutz dieses kleinen Amphibs tun möchten:

  • können Sie als Ehrenamtlicher bei der Erfassung in Ihrem Gebiet mitarbeiten
  • befahren Sie nach Möglichkeit von April bis Oktober keine wassergefüllten Fahrspuren
  • helfen Sie mit, neue Kleinstgewässer anzulegen und kleine Tümpel und Fahrspuren zu erhalten
  • oder melden Sie Sichtungen von Unken und ihren Kaulquappen an die Naturparke Steigerwald und Frankenhöhe

 

Kontakt:

 

Naturpark Steigerwald

Alexandra Kellner

Tel: 09161/921522

E-Mail: alexandra.kellner@kreis-nea.de

 

 

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